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Bewerbung beim Bundesheer

Bewerbung beim BundesheerDu findest, dass ein spannender, fordernder Beruf beim österreichischen Bundesheer genau das Richtige für dich ist? Insgesamt 9800 Männer und Frauen sollen bis 2020 ständig beim Bundesheer angestellt werden. Die Ausbildung wurde entstaubt, die Bezahlung verbessert und auch die Eignungsprüfung wurde optimiert. Du bist neugierig auf Gerätschaften, die es nur beim Militär gibt, nur am Schreibtisch sitzen gibt dir nichts? Es dauert eine Weile, bis du körperlich und mental an deine Grenzen stößt und du bist bereit, diese Spanne laufend zu erweitern? Beim Heer werden allerdings nicht nur Soldaten benötigt. Es gibt Militärspitäler, technisches Personal wird benötigt, und natürlich wollen alle miteinander auch verpflegt werden in den Kantinen. Möglicherweise findest du also auch hier deinen zukünftigen Aufgabenbereich.

 

Beim Bundesheer bewerben

Wenn du dir mit deiner Berufswahl sicher bist, dann brauchst du eigentlich auch nicht deinen Einberufungsbefehl abwarten! Zum Grundwehrdienst einberufen werden nämlich ohnehin alle tauglichen männlichen österreichischen Staatsbürger.

Wenn du allerdings deine Zukunft beim Heer siehst, kannst du dir den Grundwehrdienst ersparen, indem du direkt in die Ausbildung einsteigst. Solltest du diesen allerdings nicht bis zum Ende absolvieren, musst du trotzdem zum Grundwehrdienst antreten. Die Ausbildungszeit bleibt dir auch nach dem Grundwehrdienst nicht erspart. Deshalb solltest du am besten deinen zuständigen Wehrdienstberater kontaktieren, und eine freiwillige Meldung abgeben. Wenn du noch nicht volljährig bist, brauchst du dazu die Einverständniserklärung deiner Eltern. Selbst wenn du es dir doch noch anders überlegen solltest, ist das Zurückziehen der freiwilligen Meldung auch kein Problem. Dies muss schriftlich erfolgen, und das Schreiben muss spätestens einen Tag vor der Einberufung beim Heerespersonalamt eingelangt sein.

Den Kontakt zum Wehrdienstberater findest du auf der Homepage des Bundesheeres. Hier findest du die zuständigen Betreuungspersonen für jedes österreichische Bundesland. Ebenfalls wichtig ist diese Seite auf der Homepage des Heeres, denn hier findest du jede Menge Formulare, welche du im Laufe deiner Ausbildungszeit benötigen wirst. Unter dem Punkt „Ausbildungsdienst“, bzw. „Frauen beim Heer“ findest du auch den benötigten Vordruck, damit du die freiwillige Meldung abgeben kannst.

 

Wie sieht die freiwillige Meldung aus?

Damit du das Formular ordnungsgemäß ausfüllen kannst, solltest du eine grobe Ahnung haben, welche Laufbahn du einschlagen willst. Zu diesem Zweck informierst du dich, welche Ausbildungswege dir offen stehen. Auch wir bieten dir zum Thema Jobs beim Bundesheer einen Artikel mit vielen Infos an.

Anschließend sendest du das Formular an das Heerespersonalamt, welches darüber entscheidet, ob deine freiwillige Meldung angenommen wird. Sei dir bewusst darüber, dass das Heerespersonalamt Auskünfte über eventuelle Vorstrafen und Kontakt mit dem Suchtmittelgesetz einholen wird. Anschließend nutzt du die Wartezeit am besten für deine körperliche Fitness – denn wenn deine freiwillige Meldung angenommen wird, wartet die Eignungsprüfung auf dich. Wie diese genau aussieht, und was du dabei zu leisten hast, erfährst du in unserem Artikel Der Eignungstest beim Bundesheer.

 

Die Ausbildung beim Bundesheer

Hast du auch diese Hürde erfolgreich gemeistert, dann steht deiner Einrückung nichts mehr im Wege. Dafür gibt es zwei Zeitpunkte, und zwar März und September. Es gibt Lehrkompanien in Tirol, Kärnten, Niederösterreich und Oberösterreich, üblicherweise wirst du jener zugeteilt, die deinem Wohnort am nächsten liegt. Wenn du das nicht möchtest, kannst du das natürlich auch mitteilen. Im ersten Abschnitt wirst du zum Truppenkommandant ausgebildet und erlernst alles Lebensnotwendige für den Soldatenberuf: Umgang mit Waffen, Nahkampf, Orientierung im Gelände, Funken etc. Nach fünf Monaten Training kannst du dich spezialisieren auf die Ausbildung zum Unteroffizier, bzw. Offizier. Je nachdem, welche Karriere du einschlagen willst, wirst du auch eine der zahlreichen Schulen, bzw. Akademien des österreichischen Bundesheeres besuchen. Für angehende Jäger gibt es z.B. die Heerestruppenschule in Bruckneudorf, und die Fliegerausbildung findet in der Flieger- und Fliegerabwehrtruppenschule in Langenlebarn statt.

Angehende Berufsoffiziere werden gesondert zum Jäger ausgebildet, und besuchen die Theresianische Militärakademie in Wiener Neustadt. Dafür ist ein eigenes Aufnahmeverfahren notwendig, das Studium dauert 3 Jahre. Berufsunteroffiziere besuchen nach der 1-jährigen Ausbildung noch für ein weiteres halbes Jahr die Heeresunteroffiziersakademie in Enns. Anschließend werden sie einer Truppe zugeteilt. Übrigens gibt es auch die Möglichkeit, einen „normalen“, zivilen Beruf auszuüben und dennoch immer wieder zu Übungen etc. beim Heer einzurücken: Als Milizoffizier, Milizunteroffizier oder Milizsoldat. Auch die Kaderpräsenzeinheit (KPE) stellt eine Alternative zum dauernden Dienst beim Heer dar. Du absolvierst eine Ausbildung über 6 bis 12 Monate, arbeitest einige Jahre als Soldat, und stellst dich anschließend kurzfristig für Auslandseinsätze zur Verfügung. Ein Arrangement, welches auch finanziell durchaus lohnenswert für dich sein kann. An dieser Stelle können wir dir auch unseren Artikel zum Thema Gehalt beim Bundesheer empfehlen, damit du einen Einblick in die zu erwartende Bezahlung bekommst.


 

Bildquellen

  • Bewerbung Bundesheer: Pixabay (Bewerbung)